Inhaltsverzeichnis

Anleitung zur Einrichtung von E-Rechnungen (ZUGFeRD und XRechnung) in der Sage 100

Grundlagen

Mandanteneinstellungen prüfen und aktualisieren

Steuernummer und UStID prüfen und ggf. aktualisieren

„Grundlagen > Mandant > Einstellungen“, Registerkarte „Umsatzsteuer“ [Rechnungswesen oder Warenwirtschaft]


Zahlungskonditionen / Inkassoarten prüfen und ggf. aktualisieren

„Grundlagen > Zahlungskonditionen > Zahlungskonditionen“ und „Grundlagen > Zahlungskonditionen > Inkassoarten“ [Rechnungswesen oder Warenwirtschaft]

Wenn mehrere Mandanten in einer Datenbank enthalten sind, wirken sich Änderungen an Zahlungskonditionen und Inkassoarten auf alle Mandanten aus.

Konstellation Notwendige Einrichtung
Überweisung (Kunde bezahlt per Überweisung), Online-Zahlungen, Kreditkarte, usw. Das Feld „Inkassoart“ der Zahlungskondition(en) muss entweder leer sein oder eine Inkassoart enthalten, die im Feld „Zahlungsverkehr“ auf „Nein“ steht.
SEPA-Lastschrift (Zahlung wird per Bankeinzug vom Kundenkonto abgebucht) Das Feld „Inkassoart“ der Zahlungskondition(en) muss eine Inkassoart enthalten, die im Feld „Zahlungsverkehr“ auf „Ja“ steht.

Bei allen Inkassoarten, bei welchen eine Zahlung per Überweisung des Kunden erwartet wird, müssen in den Details die Optionen ‚Zahlungsverkehr‘ und ‚Webshop Onlinezahlung‘ auf NEIN eingestellt sein. Zahlungskonditionen ohne Inkassoart werden wie Überweisungen behandelt.


Telefon und E-Mail in Mandantenadresse prüfen und ggf. aktualisieren

„Stammdaten > Adressen“ [Rechnungswesen oder Warenwirtschaft]


Hausbank(en) prüfen und ggf. aktualisieren

„Stammdaten > Hausbanken“ [Warenwirtschaft]

Ihre bevorzugten Banken für E-Rechnung freischalten (bei mehreren Hausbanken kann pro Kunde eine Hausbank zugeordnet werden). Im Register „Zahlungsverkehr“ sind IBAN und BIC korrekt zu erfassen.


Standard-Hausbank hinterlegen

„Grundlagen > Zahlungskonditionen > Überweisungsträger“ [Warenwirtschaft]

Ab der Version 9.0.11.x wird der hier definierte Verwendungszweck für Überweisungen in die E-Rechnung geschrieben.


Verzeichnisse für Speicherung der E-Rechnung-Dateien definieren

Mandantenweite Verzeichnisse definieren

„Grundlagen > Mandant > Einstellungen“, Registerkarte „Belegdruck“ [Warenwirtschaft]

Die in den Mandanteneinstellungen hinterlegten Verzeichnisse haben Vorrang gegenüber den Benutzereinstellungen und in den Benutzereinstellungen wird Ihnen im Eingabefeld dann „siehe Mandanten-Einstellungen“ angezeigt.

Optional kann im Feld „Behandlung E-Mail“ festgelegt werden, dass auch beim Versand per E-Mail zusätzlich immer automatisch eine Datei im definierten Verzeichnis abgespeichert wird.

Soll für den Belegdruck ein UNC-Pfad zugewiesen werden, kann dieser direkt manuell in das Verzeichnis Feld eingetragen werden.


Benutzerspezifische Verzeichnisse definieren

„Grundlagen > Benutzer > Einstellungen“, Registerkarte „Applikation“ [Warenwirtschaft]


Stammdaten

Kunden für E-Rechnung freischalten

„Stammdaten > Kunden“ [Rechnungswesen oder Warenwirtschaft]

E-Rechnungen können in der Sage 100 im ZUGFeRD-Format oder als XRechnung ausgegeben werden.

ZUGFeRD

Wenn Sie eine der angebotenen ZUGFeRD-Versionen auswählen, wird beim E-Mail-Versand einer Rechnung und beim Erzeugen eines PDFs aus einer Rechnung ein PDF im PDF/A3-Format mit eingebetteter XML-Datei erstellt, das den Anforderungen der gewählten ZUGFeRD-Version entspricht.

Abhängig davon welche ZUGFeRD Version Ihr Rechnungsempfänger unterstützt können Sie auswählen aus:

ZUGFeRD setzt das Vorhandensein von einem festen Satz an Stammdaten voraus, die für die Erstellung des XMLs benötigt werden. Mit dem Aktivieren erfolgt eine Ad-hoc-Prüfung der Mandantendaten. Werden diese nicht erfüllt, wird eine entsprechende Hinweismeldung ausgegeben.

XRechnung

Falls es sich bei dem Rechnungsempfänger um eine Bundesbehörde handelt, sollten sie das Format XRechnung auswählen, denn seit November 2020 müssen Rechnungen über 1.000 € an Bundesbehörden im Format XRechnung gesandt werden. Dabei wird im Unterschied zum ZUGFeRD-Format nur eine XML-Datei erzeugt, die anschließend an das Zentrale Rechnungseingangsportal (ZRE) des Bundes versandt oder hochgeladen werden kann. Die Erstellung der XML Datei erfolgt, wie unter „Ausgabe E-Rechnung“ beschrieben.

Die gespeicherte XML-Datei kann anschließend im ZRE hochgeladen oder per E-Mail dorthin versandt werden. Folgende Daten aus der Sage 100 werden versendet:

Bitte beachten Sie, dass bei Verwendung der XRechnung weitere Felder gefüllt sein müssen:

Zur Angabe der Lieferantennummer verwenden Sie bitte im Beleg das Feld 'Ihr Zeichen', für die Bestellnummer das Feld 'Ihre Belegnummer'.

Zusätzlich muss bei Verwendung von XRechnung eine Leitweg ID hinterlegt werden (s. u.).

Ausgabe E-Rechnung

Je nach Auswahl im Feld “E-Rechnung” kann hier das Ausgabeformat festgelegt werden.

Für das Format “XRechnung” kann im Feld “Ausgabe E-Rechnung” festgelegt werden, ob die Rechnung als XML-Datei gemailt werden soll, ob sie als XML-Datei mit einer zusätzlichen PDF-Datei gemailt werden soll, ob sie als XML-Datei gespeichert werden soll oder ob XML- und PDF-Dateien gespeichert werden sollen.

Für das Format “ZUGFeRD” kann hier festgelegt werden, ob die Rechnung gemailt werden soll oder ob die PDF-Datei gespeichert werden soll (bei “ZUGFeRD” ist in der PDF-Datei eine entsprechende XML-Datei enthalten).

Hinweis Für den Datei-Export von E-Rechnungen muss unter <Grundlagen / Benutzer Einstellungen> im Register “Applikation” für die Formate “XRechnung” bzw. “ZUGFeRD” jeweils ein Dateiverzeichnis voreingestellt werden. Sollte dort eine Datei zum zweiten Mal mit gleichem Namen gespeichert werden, wird analog zum Windows-Explorer eine entsprechende Nummer angehängt, um keine Dateien zu überschreiben.

Leitweg ID

Bei Verwendung von XRechnung muss zusätzlich eine Leitweg ID hinterlegt werden. Diese wird Ihnen von Ihrem öffentlichen Auftraggeber mitgeteilt.

Hausbank

Legen Sie fest, welche Bankverbindung für die Erstellung von E-Rechnungen genutzt werden soll.

Hinweis Bitte beachten Sie, dass mindestens eine Hausbank für die elektronische Rechnung zugelassen sein muss, sonst wird das Erstellen der elektronischen Rechnung abgelehnt. Die bisher im Überweisungsträger ausgewählten Hausbanken für die elektronische Rechnung werden automatisch im Hausbankenstamm als solche gekennzeichnet.

Kunden ID

Hier kann zusätzlich eine Kunden ID hinterlegt werden. Wenn diese eingetragen ist, wird diese in der elektronischen Rechnung für eine weitere Kennung des Kunden verwendet. Einige Rechnungsempfänger benötigen diese ID, um die Rechnung besser zuordnen zu können.

UBL erzeugen (nur E-Rechnung Plus)

Sofern eine XRechnung erzeugt wird, kann über dieses Feld gesteuert werden, ob die erzeugte X-Rechnungs XML-Datei im CII oder im UBL-Format für die E-Rechnung erzeugt wird.

GLN (nur E-Rechnung Plus)

Diese 13-stellige GLN (Global Location Number) kann zur Identifizierung von Unternehmen, Unternehmensstandorten und anderen Organisationseinheiten im globalen Geschäftsverkehr dienen.


ZUGFeRD

XRechnung

- > folgende Felder füllen

Bei einem abweichenden Rechnungsempfänger ist identisch zu verfahren.

E-Rechnung UBL-Konverter (Zusatzmodul – E-Rechnung Plus) Innerhalb des Kundenstamm im Register „Grundlagen“ in der Gruppe E-Rechnung ist ein neues Feld „UBL erzeugen“ enthalten, sofern als E-Rechnung „X-Rechnung“ gewählt ist.

Über dieses Feld kann gesteuert werden, ob die erzeugte X-Rechnung XML-Datei im CII oder im UBL-Format für die E-Rechnung erzeugt wird. Im Lieferantenstamm sowie im Adressenstamm stehen diese Felder auch zur Verfügung.

E-Rechnung Unterstützung der GLN-Nummer (Zusatzmodul -E-Rechnung Plus) Innerhalb des Kundenstamm im Register Grundlagen in der Gruppe E-Rechnung ist ein neues Feld „GLN“ (Global Location Number). Diese 13-stellige Nummer kann zur Identifizierung von Unternehmen, Unternehmensstandorten und anderen Organisationseinheiten im globalen Geschäftsverkehr dienen.

Im Bereich der E-Rechnungs-Einstellungen kann die eigene GLN-Nummer erfasst werden.

Im Dialog E-Rechnung importieren wird das Feld GLN-Nummer angezeigt, sofern es in der XML enthalten ist.


Mehrere Kunden per Schnelländerung für E-Rechnung freischalten

„Stammdaten > Schnelländerung > Kundenschnelländerung“ [Rechnungswesen oder Warenwirtschaft]


Erfassung / Bewegungsdaten

Verkaufsbelegerfassung

Bei der Belegerfassung sollten (falls vom Kunden angefordert) noch folgende Felder gefüllt sein:

Keine negativen Einzelpreise erlaubt.


E-Rechnung erzeugen

Die E-Rechnung-Einstellungen im Kundenstamm steuern, wie und auf welchen Weg die E-Rechnung erzeugt wird. Daher muss die Rechnung (bzw. andere Faktura-Belegarten) lediglich gedruckt werden und wird dabei per E-Mail versandt oder gespeichert.


Zusätzliche Möglichkeiten / Erweiterte Einstellungen

Mengeneinheiten E-Rechnung

„Grundlagen > Warenwirtschaft > Mengeneinheiten E-Rechnung“ [Warenwirtschaft]

Hier werden noch weitere Informationen aufbereitet und bei Fertigstellung veröffentlicht.


Mengeneinheiten E-Rechnung Zuordnung

„Grundlagen > Warenwirtschaft > Mengeneinheiten E-Rechnung Zuordnung“ [Warenwirtschaft]

Hier werden noch weitere Informationen aufbereitet und bei Fertigstellung veröffentlicht.


Belegarten E-Rechnung Zuordnung

„Grundlagen > Warenwirtschaft > Belegarten E-Rechnung Zuordnung“ [Warenwirtschaft]

Im Bereich Grundlagen-Warenwirtschaft-Belegarten E-Rechnung Zuordnung können Sie den Standard Belegarten, sowie eigenen angelegten Belegarten, die passenden E-Rechnungs Typen hinterlegen. Im Versand der E-Rechnung werden dann diese Nummern in die XML-Datei übernommen.

Für die „Rechnungsersetzende Gutschrift“ verwenden Sie bitte weiterhin die Einstellung in den E-Rechnung-Einstellungen, da diese für Einkauf- und Verkaufsbelege definierbar sind.

Rechnungsersetzende Gutschrift (EK/VK)


abacus Module

MDE

ZUGFeRD 1.0 / ZUGFeRD EN16931

Wenn ZUGFeRD für den Kontokorrenten eingestellt ist, hängt es von den weiteren Einstellung ab, was beim Erzeugen von Rechnungsbelegen über die MDE passiert.

Im Standard sind Reports für Rechnungsbelege konfiguriert als „E-Rechnung-Funktionalität wird unterstützt“.

Wenn der Report eingestellt ist auf „E-Rechnung-Funktionalität wird nicht unterstützt“, dann greifen die Standard-Regeln für den Belegdruck!

Wenn Belege per E-Mail versendet werden sollen, ist das über die „Erw. Drucksteuerun (Mail)“ möglich.

Ein Ausdruck von Rechnungsbelegen wird unterdrückt!

XRechnung

Inhaltlich wie ZUGFeRD.

Erw. Drucksteuerung

Inhaltlich für den Bereich „Druck“ wie in MDE.

Bereiche „Export“ und „Mail“ enthalten die erforderlichen XML-Daten.